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Status: 2024-06-23
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Solarpaket I erleichtert den Bau von Photovoltaikanlagen in Deutschland

Das am 16. Mai 2024 in Kraft getretene Solarpaket I in Deutschland zielt darauf ab, den Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) erheblich zu erleichtern und zu entbürokratisieren.

 

Ein zentrales Ziel der deutschen Klimapolitik ist es, bis 2045 klimaneutral zu wirtschaften, wobei der Stromsektor bis 2035 weitgehend treibhausgasfrei sein soll. Bis 2030 sollen mindestens 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen. Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, setzt die Bundesregierung verstärkt auf den Ausbau der Solarenergie, die einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen leisten wird.

 

Das „Solarpaket I“ enthält wichtige Änderungen zur Förderung von Photovoltaikanlagen. Die wichtigsten Punkte sind:

Dachanlagen:

  • Der Einspeisetarif für Dachanlagen zwischen 40 und 750 Kilowatt wird um 1,5 Cent pro Kilowattstunde erhöht.
  • Ab 2026 steigt das Ausschreibungsvolumen für Dachanlagen jährlich auf 2,3 Gigawatt.
  • Die Bagatellgrenze für Ausschreibungen sinkt von einem Megawatt auf 750 Kilowatt.
  • Flexiblere Direktvermarktung für gewerbliche Dachanlagen.
  • Technische Anforderungen für PV-Anlagen bis 25 Kilowatt werden gelockert.
  • Anlagenzertifikate sind erst ab einer Einspeiseleistung von 270 Kilowatt erforderlich.
  • Photovoltaik-Balkonanlagen sind von der Zusammenfassungsregel ausgenommen.
  • Erneuerung von bestehenden Anlagen durch Einsatz von effizienteren Modulen wird unbürokratisch.

 

Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung:

  • Einführung der „gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung“, erleichtert Lieferung von Solarstrom innerhalb eines Gebäudes.
  • Mieter und Eigentümer sind von Lieferantenpflichten weitgehend ausgenommen.

 

Freiflächenanlagen:

  • Gebotsgrenze in Ausschreibungen für Freiflächenanlagen von 20 auf 50 Megawatt erhöht.
  • Wegenutzungsrecht auf öffentlichen Grundstücken für die Verlegung von Leitungen eingeführt.
  • Einführung naturschutzfachlicher Mindestkriterien für Solarparks.
  • Eigenes Untersegment mit einem eigenen Höchstwert von 9,5 ct/kWh für besondere PV-Anlagen (Agri-, Floating-, Moor, Parkplatz).

 

Photovoltaik-Balkonanlagen:

  • Vereinfachte Anmeldung im Marktstammdatenregister ausreichend.
  • Kein geeichter Zweirichtungszähler vor Inbetriebnahme erforderlich.

 

Speicher:

  • Flexible Nutzung von Speichern ermöglichen („Multi-Use“).

 

Netzanschlüsse:

  • Technische Anschlussbedingungen vereinheitlichen.
  • Verfahren zum Netzanschluss beschleunigen.
  • Ausweiterung des Privilegs auf einen bevorzugten Netzanschluss für erneuerbare Energien auch auf Speicher.

 

Post-EEG-Anlagen:

  • Verlängerung der Regelung für Anlagen nach 20 Jahren Förderung der EEG (=Erneuerbare-Energien-Gesetz) um fünf Jahre.

 

Genehmigungsverfahren:

  • Verlängerung der EU-Notfall-Verordnung bis Ende Juni 2025.
  • Vereinfachtes Genehmigungsverfahren.

 

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Disclaimer:

Dieser Artikel sollte nicht als rechtliche, finanzielle oder geschäftliche Beratung ausgelegt werden. Weder smarti noch seine Gastautoren übernehmen die Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der bereitgestellten Informationen. Wir empfehlen nachdrücklich, vor geschäftlichen Entscheidungen professionellen Rat einzuholen.

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